PRAKTIKUM

 
 

Allgemeines:

Die Schülerinnen und Schüler der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe haben laut Lehrplan ein Pflichtpraktikum zu absolvieren.
Dies soll die in der Schule erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten ergänzen und dazu beitragen, die schulische Ausbildung in der Berufsrealität umsetzen zu können. Ebenfalls kann so ein umfassender Einblick in die Organisation von Betrieben gewonnen werden.
Das Pflichtpraktikum ist zwischen dem III. und dem IV. Jahrgang im Ausmaß von 12 Wochen in Betrieben der Wirtschaft, insbesondere in den Bereichen Küche, Service, der Verwaltung, des Tourismus, Etage und Rezeption oder in Betrieben der Ernährung sowie auch in den dem Ausbildungsschwerpunkt entsprechenden Berufsfeldern, zu absolvieren. Das Praktikum kann im Inland und auch im Ausland durchgeführt werden.
Wir empfehlen bereits in den Sommerferien verschiedene Betriebe zu besichtigen bzw. den Arbeitsmarkt zu erforschen und mit den Bewerbungen zu beginnen. Bewerbungen können schriftlich, persönlich oder telefonisch erfolgen.
Dabei ist es wichtig, in einem persönlichen Gespräch zumindest die im Folgenden genannten Bedingungen des Arbeitsverhältnisses abzuklären

Praktikumscheckliste:

  • Dauer des Praktikums (mind. 12 Wochen – ab 1. Juni)
  • Art der Arbeitsleistung (Küche, Service, Etage, Rezeption, Verwaltung)
  • Arbeitsort
  • Arbeitszeiten
  • ob und zu welchen Bedingungen Quartier von Dienstgeber zur Verfügung gestellt wird (Ort und Art der Unterkunft)
  • ob die Tagesverpflegung unentgeltlich gewährt wird
  • ob die Wäsche im Betrieb gewaschen werden darf usw.

Bewerbungstipps:

Das Telefonat:

  • Notizzettel vorher anlegen (Praktikumscheckliste)
  • deutlich und laut sprechen
  • sich zuerst vorstellen
  • wichtige Informationen geben (Name, Alter, Schule, Pflichtpraktikum – Ausmaß, Zeitraum, usw.)
  • Frage, ob Praktikantinnen und Praktikanten aufgenommen werden

Die schriftliche Bewerbung:

  • Bewerbungsschreiben ins fremdsprachige Ausland bitte mit dem/der jeweiligen Fremdsprachenlehrer/in besprechen.
  • Lebenslauf: der Betrieb will etwas vom/von der zukünftigen Mitarbeiter/in erfahren – Ausbildung, ev. Berufserfahrung, Praxiserfahrung innerhalb und außerhalb der Schule, Interessen, …
  • Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass jeder Betrieb weiß, was eine HLW ist. Kurz auf die Ausbildung (fachspezifisch, sprachlich, EDV) hinweisen, die man bis zum Praxisbeginn erworben hat.

Das Vorstellungsgespräch:

  • Notizzettel mit den wichtigsten Fragen vorbereiten.
  • Outfit: eine gepflegte, dem Anlass entsprechende Erscheinung ist unerlässlich!
  • Sprache: auf gehobene Umgangssprache achten!
  • Fragen ehrlich beantworten!
  • Abschlussfrage: „Bis wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?“

Die telefonische Nachfrage:

Wenn vom Betrieb keine Antwort kommt, telefonisch nachfragen.

Der Praktikumsvertrag:

  • Den Vertrag vor dem Unterschreiben genau durchlesen!
  • Keine Blankounterschrift leisten!
  • Der Vertrag muss vollständig ausgefüllt sein.
    Bitte beachten, dass mündliche Versprechungen, die nicht im Vertrag aufscheinen, nicht verbindlich sind.
  • PraktikantInnenverträge sind 4fach auszufüllen:
     1 Vertrag für den Arbeitgeber
     1 Vertrag für den Arbeitnehmer
     2 Verträge für die Schule (1 Original + 1 Kopie)
  • Die Verträge für die Schule sind bis spätestens Ende April der 3. Klasse im FV-Büro abzugeben!

Praktikumsadressen:

Liste der HLW Mureck:
Sie enthält Adressen von Betrieben, in denen Schülerinnen und Schüler unserer Schule schon gearbeitet haben.
Allerdings: Mitarbeiter/innen in der Gastronomie wechseln manchmal sehr rasch. Betriebe, die im Vorjahr sehr gut waren, können im Folgejahr nicht ratsam sein oder umgekehrt!

Liste der Wirtschaftskammer Österreichs, Fachverband Hotellerie:
Hier sind alle Adressen von Betrieben aufgelistet, die Praktikant/innen anstellen.
Diese Liste sagt nichts über den Standard der Betriebe aus. Davon muss sich jede/r selbst überzeugen (im „Österreichischen Hotel Guide“ nachschlagen, Hotelprospekt anfordern, usw.). 

Österreichischer Restaurant- und Hotelführer:
Hier gibt es zwar keine Stellenangebote, aber Adressen mit Foto und Klassifizierung. Der Betriebsstandard kann hier gut nachgeschlagen werden.

Stellenangebote in Tageszeitungen:
Der Standard, Kleine Zeitung, Kronen Zeitung, Salzburger Nachrichten, Samstagsausgabe unter „Stellenangebote Gastgewerbe“

Gault Millaut“ und „À la Carte“:
Hier sind Adressen von Spitzenrestaurants angeführt. Am Besten telefonisch anfragen, ob die Betriebe Praktikant/innen aufnehmen.

Infowand in der Schulhalle bitte laufend beachten:
Es kommen immer wieder Stellenangebote an die Schule, die dort ausgehängt werden.

Arbeitsmarktservice:
Hier gibt es für Praktikant/innenstellen eher weniger Kontakte


Internet Links zur Praxisstellensuche:

www.gastrojobs.com
www.rollingpin.at
www.hogast.at
www.inode.at/city-tourism/praxisjobs.htm
www.autria-tourism.at
www.boeg.at
www.oscars.at
www.gast.at

Schriftliche Arbeiten für die Schule:

Praxistagebuch und Praktikumsbericht:
Die Handhabung wird vor dem Praktikum im Fachunterricht noch genau besprochen!
Zu Schulbeginn der 4. Klasse sind das Tagebuch und der Bericht dem Praxislehrer bzw. im FV-Büro abzugeben!

Praxiszeugnis:
Vor Praktikumsende ist vom Arbeitgeber ein Praxiszeugnis (Praxisdauer und Tätigkeitsbereiche sind Pflichtangaben) anzufordern.
Zu Schulbeginn der 4. Klasse ist eine Kopie im FV-Büro abzugeben!